55 Jahre Lebenshilfe Regensburg - Tag der offenen Tür *UPDATE*

10.10.2019

Presseberichte

Quelle (Bild + Text): Mittelbayerische Zeitung vom 27.09.2019zoomQuelle (Bild + Text): Mittelbayerische Zeitung vom 27.09.2019

Inklusion - Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Einrichtung ihr 55-jähriges Bestehen. Auch Gründervater Wolfgang Feiler war dabei.

Von Josef Dummer

LAPPERSDORF. “Alles inklusiv” sang und spielte der Werkstatt-Express der Lebenshilfe zum Auftakt eines kurzen Festakts, zu dem die Vorstandsvorsitzende Ursula Geier zahlreiche Ehrengäste begrüßte, darunter auch Wolfgang Feiler, der 1964 gemeinsam mit 16 Eltern behinderter Kinder die Lebenshilfe gegründet hat. Geier freute sich, den Gründervater “in so einem guten gesundheitlichen Zustand begrüßen zu können”.

Ganz in der Nähe des Veranstaltungsortes - im heutigen Haus 2, das den Namen seines Gründers trägt - hat Feiler 1969/70 erstmals eine “Beschützende Werkstatt” ins Leben gerufen, erinnerte Geier. Dort hätten zehn Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz gefunden. Dies sei für die damalige Zeit ein “unglaublich mutiges, ja revolutionäres Projekt” gewesen, lobte Geier, nachdem Behinderte damit erstmals eine Aufgabe und einen Platz bekommen haben, der ihrem Leben täglich Struktur, Abwechslung und auch persönliche Erfolge sichern kann.

Seit damals sei viel geschehen, die Lebenshilfe zu einem weit verzweigten Großbetrieb mit drei Werkstatt-Standorten geworden sowie mit mehreren Wohnangeboten in der Stadt und im Landkreis Regensburg, freute sich die heutige Vorstandsvorsitzende.

“Lebenshilfe ist Erfolgsmodell”

Nebenher sei der Bereich “Offene Hilfen” und “ambulante Dienste” mit eigenen Fahrdiensten und unterschiedlichen Angeboten ständig gewachsen. Die Betreuungspersonen wurden zu selbstbewussten Mitarbeitern, die Mitspracherechte, unter anderem über den Werkstattrat wahrnehmen, und “stolz auf ihren Beruf und ihre Erfolge sind sowie begeistert ihre Hobbys im Sport-, Musik-, Kunst- und Theaterbereich ausüben”, sagte die Vorsitzende.

Gleich geblieben in all den Jahren sei aber über alle Veränderungen und Erweiterungen hinaus die Aufgabe, der sich die Vorstandschaft und das Team täglich stellen: “Menschen mit Beeinträchtigung und ihre Familien zu beraten, zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen”, sagte Geier, die die Vorgaben des damaligen Gründers als “Erfolgsmodell bis heute” herausstellte.

Ebenso wichtig sei es, die betreuten Mitarbeiter zu einem möglichst selbstbestimmten Leben zu befähigen “und von unserer Seite alles zu tun, um Menschen mit Handicap die gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen der Gesellschaft zu ermöglichen”.

Diese Erfolge sind vor fünf Jahren, beim 50-jährigen Gründungsfest, schon ausgiebig gefeiert und herausgestellt worden. Die Vorstandschaft ist deshalb zu dem Ergebnis gekommen, das 55-jährige Bestehen “nur” mit einem Tag der offenen Tür zu feiern, um der Öffentlichkeit einmal zu zeigen, “was bei uns so alles abgeht, wie es drinnen aussieht, wie gearbeitet wird oder welche Fachthemen uns derzeit auf den Nägeln brennen”, sagte Geier.

Führungen und Vorträge
Werkstattleiter Rolf-Dieter Frey stellte das Programm für den Tag der offenen Tür vor, das neben Führungen durch die Werkstatt und Förderstätte auch Fachvorträge beinhaltete. Themen waren dabei die berufliche Bildung in der Werkstatt, das Lernen im Sozialraum oder der inklusive Arbeitsmarkt in der Region Regensburg. Zudem waren der Werkstattladen geöffnet und Info-Stände über offene Hilfen, Wohnstätten und zum Werkstattrat aufgebaut. Bei einer Tombola mit über 700 Preisen konnte als Hauptpreis ein Fahrrad gewonnen werden.

Bürgermeister Christian Hauner überbrachte Glückwünsche zum Jubiläum und lobte die gute Zusammenarbeit, “die nicht besser sein könnte”. Er dankte allen, die in den letzten 55 Jahren zum Erfolgsmodell Lebenshilfe beigetragen haben.

DAs zentrale ziel
Aufgabe: Die Lebenshilfe Regensburg hat sich “die Förderung aller Maßnahmen und Einrichtungen, die eine wirksame Lebenshilfe für geistig Behinderte aller Altersstufen bedeuten” zur Aufgabe gestellt.

Zweck: Zentrales Ziel sei “das Wohl geistig behinderter Menschen und ihrer Familien”. Die Lebenshilfe Regensburg setzt sich dafür ein, “dass jeder geistig behinderte Mensch so selbstständig wie möglich leben kann”.

Quelle (Bild + Text): Mittelbayerische Zeitung vom 19.09.2019zoom

LAPPERSDORF Die Regensburger Werkstätten der Lebenshilfe in Lappersdorf veranstalten im Rahmen ihres 55-jährigen Bestehens einen “Tag der offenen Tür”. Am Freitag wird von 11 bis 17 Uhr ein vielfältiges Programm mit Vorträgen und Führungen durch die Werkstatt angeboten, und natürlich ist auch für die Verpflegung der Gäste gesorgt.

Nach der Eröffnung um 11 Uhr durch Bürgermeister Christian Hauner und der Vorsitzenden der Lebenshilfe, Ursula Geier, werden jeweils stündlich bis 16 Uhr Führungen durch beide Häuser (Werkstatt und Förderstätte) sowie verschiedene Infostände zu Aktivitäten der Werkstatt und der Lebenshilfe angeboten.

Zusätzlich finden spannende Vorträge statt: Um 14.30 Uhr im Haus in der Michael-Bauer-Str. 16 ein Vortrag zum Thema: “Berufliche Bildung in der Werkstatt”. H. Winter, der Leiter des Berufsbildungsbereiches in der Lebenshilfe, referiert zur Qualifizierung von Menschen mit Beeinträchtigung im Bereich der Werkstatt, zu Dienstleistungshelfern in den Bereichen Service und Gastronomie, Büro, Pforte und Montage.

Um 15.15 Uhr findet im gleichen Raum der Vortrag zum Thema: “Inklusives Lernen im Sozialraum” statt. David Löw, Koordinator des Projekts LISI (Lernen im Sozialraum - Inklusiv), referiert über inklusive Erwachsenenbildung im Stadtgebiet Regensburg.

Ebenso erläutert er, wie die Zugänglichkeit zu bestehenden Angeboten an Erwachsenenbildungseinrichtungen, beispielsweise der VHS Regensburg, verbessert, und somit das Recht auf “Bildung für Alle” umgesetzt werden kann. Außerdem stellt er das neue Programm der VHS und des KEB gemeinsam mit der Lebenshilfe vor.

Um 16 Uhr referiert Werkstattleiter Rolf-Dieter Frey zum Thema: “Inklusiver Arbeitsmarkt in der Region Regensburg”. Dabei stellt er die verschiedenen Möglichkeiten der inklusiven Arbeitsplätze, die Betreuungsmöglichkeiten durch die Werkstatt und die unterschiedlichen Arbeitsfelder inklusiver Arbeitsplätze vor.

Zusätzlich informiert er über die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Arbeit des in Stadt und Landkreis verankerten Arbeitskreises zur inklusiven Arbeit.

Das Programm wird ergänzt durch eine große Tombola, bei der als Hauptpreis ein Fahrrad zu gewinnen ist.

Auch der Werkstattladen hat geöffnet, in dem es neben vielen hochwertigen und pädagogisch wertvollen Spielsachen auch den einen oder anderen attraktiven Geschenkartikel zu finden gibt. Hier wird besonderer Wert darauf gelegt, dass die Produkte aus natürlichen Materialien hergestellt werden. Auch gibt es Infostände zu Offenen Hilfen, Wohnstätten und virtueller Werkstatt. Für das leibliche Wohl der Gäste sorgt ein inklusives Begegnungs-Cafe. (ldk)


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