Wenn die Wärme von Innen kommt...

06.12.2018

Quelle (Bild + Text): Donaupost vom 05.12.2018zoomQuelle (Bild + Text): Donaupost vom 05.12.2018

Regensburg. (us) Seit über 15 Jahren verarbeiten Mitarbeitern des Gartenamtes Obst und Beeren von städtischen Flächen zu Edelbränden und Likören. Zum Verkauf kommen die Spirituosen dann auf den Adventsmarkt am Spital. Der Erlös des vergangenen Jahres – stolze 8 000 Euro – ist gestern übergeben worden. Er geht an die Lebenshilfe, die ambulante Krankenpflege Lappersdorf und den Regensburger Verein „Mütter in Not“.


„Als ich vor 13 Jahren zum Gartenamt kam, war die Produktion der Edelbrände schon ein laufender Prozess“, sagte Michael Lehmann, stellvertretender Leiter des Gartenamtes. Besonders der Brennmeister Werner Schneider, der jetzt schon im Ruhestand ist, hat an der Langjährigkeit der Aktion einen großen Anteil. Er gibt noch heute sein Wissen an die nächste Generation weiter, so dass die hohe Qualität der Edelbrände erhalten bleibt.


„Wir produzieren keine Masse, sondern Klasse“

„Wir produzieren keine Masse, sondern Klasse“, sagte Lehmann. Martin Menacher als Vertreter der Mitarbeiter des Gartenamtes betonte, dass die Aktion unter den Mitarbeitern sehr beliebt ist. „Wir hätten heuer auf dem Adventsmarkt zwei Buden mit Personal bestücken können, so groß war der Andrang“, sagte er. Auf dem diesjährigen Adventsmarkt verkaufen die Mitarbeiter des Gartenamtes die Edelbrände und Liköre, um im nächsten Jahr wieder spenden zu können.


Stadtrat Dr. Thomas Burger hob als lobenswert hervor, dass die Spirituosen ausschließlich ehrenamtlich und in der Freizeit hergestellt werden. „Besser kann man ein Vorweihnachtsgeschenk nicht verpacken“, sagte er. Da sei zum einen der Solidaritätsgedanke, zweitens kommt der Erlös einem sozialen Zweck zugute und drittens hätten auch die Käufer Freude an dem Produkt.


Dieses Jahr durften sich gleich drei Organisationen über den Erlös der Aktion freuen – unter ihnen zwei aus Lappersdorf. Weshalb es sich auch der Lappersdorfer Bürgermeister, Christian Hauner, nicht nehmen ließ, zur Spendenübergabe zu kommen. Die Lebenshilfe Lappersdorf unterstützt seit 50 Jahren Menschen mit Behinderungen. „Die 2 000 Euro können wir gut gebrauchen“, sagte Ursula Geier, Vorsitzende der Lebenshilfe Regensburg. „Zum ersten Mal bauen wir ein Gebäude der Lebenshilfe im Stadtgebiet auf dem Areal der ehemaligen Nibelungenkaserne“, sagt sie. Von den Kosten von 6 Millionen Euro muss die Lebenshilfe 20 Prozent selbst aufbringen.


Erlös von 2017 geht an drei Organisationen

Ebenfalls 2 000 Euro gingen an die ambulante Krankenpflege Lappersdorf. „Wir betreuen 150 Patienten täglich“, sagte Edith Manz. Darunter seien Patienten, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes von anderen Pflegediensten abgelehnt wurden. „Der Pflegenotstand ist auch bei uns angekommen“, sagte sie. Trotzdem habe der Pflegedienst noch niemanden abweisen müssen. Den größten Anteil an der Spende, 4 000 Euro, erhielt der Verein „Mütter in Not“, der im Stadtgebiet und im Landkreis tätig ist. „Um vier bis fünf Familien zu helfen, brauchen wir in etwa 1 200 Euro“, sagte die Vorsitzende Maria Eichhorn. Der Verein überbrückt mit Darlehen finanzielle Notlagen bei Mietrückständen, drohenden Stromsperren oder zu zahlenden Kautionen. „Unsere Hilfe ist Hilfe zur Selbsthilfe“, sagte Eichhorn.


Die Spendenempfänger müssen die Darlehen später zurückzahlen. Im letzten Jahr hat der Verein Familien insgesamt mit 150 000 Euro ausgeholfen. „Ein Drittel davon wurde schon zurückgezahlt“, sagte die Vorsitzende.

 

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