Geocaching-Gruppe in Steinweg: Schnitzeljagd 2.0

Ein Bericht von Fabian Schlagenhaufer

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Was ist Geocaching?

Geocaching ist eine Mischung aus Schatzsuche und Schnitzeljagd mit einem GPS-Gerät. Die Suche nach der „Dose“ oder dem Schatz begeistert immer mehr Leute und macht „einfache Spaziergänge“ immer wieder auf das Neue zu einem faszinierenden Abenteuer.

Seit Mitte Juni 2010 sind die selbsternannten „Steinweger Flitzer“ regelmäßig in Regensburg und Umgebung unterwegs, um sich den einen oder anderen Cache (englisch „geheimes Lager“) unter den Nagel zu reißen. So hat sich in der Wohnstätte Steinweg um Esther Blöchinger und Fabian Schlagenhaufer (Gruppenpersonal) ein fachkundiges Team aus vier Köpfen gebildet.


Bevor es auf „Schatzsuche“ geht, wird in der Gruppe an die letzte Cache-Tour zurückgedacht, Rätsel gelöst und ein neues Reiseziel besprochen. Jeder „Flitzer“ erhält seine eigene Aufgabe und ist dafür auch verantwortlich. So suchen Norbert Steindl und Evi Geigl mit Anleitung im Internet (www.geocaching.com) geeignete Caches in der gewählten Umgebung aus. Der Schatzwart Alfons Handl verwaltet selbständig die geborgenen Schätze und nimmt geeignete Tauschgegenstände mit auf den nächsten Ausflug. Zudem lernt Marcus Thanner nach und nach in wiederholenden Teilschritten die Funktionsweise und den Umgang mit dem GPS-Gerät kennen. Die Aufgabenbereiche werden nach einer gewissen Zeit wieder wechseln und neue Aufgaben hinzukommen. Z.B. das Lesen einer Landkarte oder das Festhalten der Geocaching-Tour mittels Digitalkamera durch die Teilnehmer/innen sind hier angedacht. Neben der Stammtruppe dieser vier Personen kommen je nach Möglichkeit zwei bis drei weitere, wechselnde Teilnehmer/innen hinzu. Hier können Alfons, Evi, Norbert und Marcus ihre Erfahrungen und Erlebnisse weitergeben. Auf den vorbereiteten Touren machen sich die Teilnehmer/innen auf die rätselhafte Suche nach einem versteckten Schatz. An den Stationen löst die Gruppe Rätsel oder sucht versteckte Hinweise, jede gelöste Aufgabe bringt die Gruppe dem Ziel und dem dort versteckten Schatz näher. Zusammenarbeit, Selbständigkeit und Motivation werden gefördert. Am Zielort, dem sog. Final, kann der Schatz hoffentlich geborgen werden und die Teilnehmer/innen haben Gelegenheit, den Fund zu begutachten und sich untereinander auszutauschen.

Mit Geocaching eröffnen sich also Formen des informellen Lernens. Zunächst einmal ist die Auseinandersetzung mit den sog. Neuen Medien beim Geocachen unerlässlich. Ein Einstieg ist nur über Internet-Plattformen möglich, Bedienung und Handhabung eines GPS-Gerätes müssen erlernt werden. Bei den Outdoor-Erlebnissen selbst wird eine Vielzahl von Sinnen angesprochen und gefordert. So findet man sich ständig an Orten wieder, die man niemals zuvor betreten hat. Eine Beschäftigung mit den örtlichen Gegeben- und Besonderheiten bleibt nicht aus, ist häufig sogar Teil des Spiels, indem spezifische Fragen mit Ortsbezug beantwortet werden müssen. Darüber hinaus werden viele allgemeine, aber auch spezielle, Wissensbereiche abgefragt. Neben logischem Denken sind immer auch kreative Lösungen gefordert. In erster Linie geht es darum, die Chancen und Potentiale von Geocaching für die (heil)pädagogische Arbeit zu entdecken und vor allem zu nutzen. Denn hier steht die Geocaching-Gruppe noch ganz am Anfang und kann einer schönen Zeit mit einer Verbindung aus Medien-, Umwelt- und Erlebnispädagogik entgegen sehen. Die Teilnehmer/innen sollen durch Geocaching neue Räume erobern und neue Fähigkeiten entdecken. Es geht auch um Selbstbehauptung sowie Solidarität in der Gruppe, das Erkennen eigener Stärken und Grenzen sowie das Überwinden von Ängsten.

Hier ein paar Beispiele, um die Talente und Fähigkeiten unserer BewohnerInnen zu verdeutlichen. 


  • Zum einen haben wir mit Alfons Handl einen ortskundigen Fachmann, der sich in Regensburg und Umgebung sehr gut auskennt und mit Begleitung den Umgang mit einer Landkarte beherrscht. Desweiteren erklimmt
  • Evi Geigl jeden Hügel ohne Rücksicht auf Verluste und nimmt mit einer großen Motivation jedes nur mögliche Versteck unter die Lupe.
  • Norbert Steindl interessiert sich für sehr für diesen neuen Trend und sehr vielseitig in seinen Fähigkeiten. So kann er Zahlen und Buchstaben lesen sowie die Richtungen bestimmen, obwohl er angegeben hat beides nicht zu können, blieben seine Fähigkeiten nicht lange versteckt.
  • Zu guter Letzt wird Marcus Thanner sehr eng von Esther Blöchinger im Umgang mit dem GPS-Gerät begleitet und hier erweisen sich beide durchaus geduldig und lernfähig.
  • Auch Klaus Gassner und Thomas Schmied konnten uns bereits durch ihre Allgemeinbildung sowie historisches Hintergrundwissen beim Lösen von Rätseln behilflich sein. 

Somit trägt jede/r auf seine oder ihre Weise dazu bei den verborgenen Schatz zu finden. Puzzlestück für Puzzlestück.

 

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