Das Kartoffelprojekt

Ein Bericht von Helmut Roßkopf

Die Gruppe Ahorn des Wohnheims Steinweg hatte sich 2012 auf kulinarische Weltreise begeben. Nachdem im Vorjahr die Welt anhand einer Karte erforscht und die verschiedenen Kontinente entdeckt wurden, sollten im Laufe dieses Jahres immer mal wieder

landestypische Gerichte in der Gruppe gekocht werden: z.B. chinesische Küche oder Hamburger.


Da tauchte irgenwann mal die Frage auf: wo kommen die Lebensmittel her und wer macht die?


Gemüse wächst im Garten, Kartoffeln auf dem Acker, das wussten wir. Und so entstand die Idee einen Teil des Innenhofes zu einem (sehr) kleinen Acker zu machen, auf dem wir das Wachsen der Kartoffeln beobachten wollten.


Von einem Wolkeringer Landwirt kamen die wichtigen Tipps. Wir brauchten sogenannte Saatkartoffeln die in die Erde gesteckt wurden. Damit sie dort wachsen konnten musste die Erde gelockert und angehäufelt werden. Damit die Kartoffeln gross werden musste die Erde gedüngt werden. Kartoffel hatte Fr. Auburger zu Hause, die Muskelkraft von Marianne, Norbert und Rainer lockerte und häufelte die Erde, gemischt mit Humuserde und Pferdemist als Dünger.


Am 15. Mai setzten wir die Kartoffeln. Glück gehabt, denn Pflanzen kann man nicht immer, sondern nur im Frühjahr, so dass die Kartoffeln im Sommer genug Sonnenenergie und Zeit zum Wachsen bekommen.
Und wer gedacht hatte, so jetzt können wir uns hinsetzen und beim Wachsen zuschauen, der hatte sich gründlich getäuscht.

 
 
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Die ersten zwei Wochen war nämlich was zu sehen – NICHTS. Ständig wollte das Beet gegossen werden, es war heiß und kein Regen der Wasser gebracht hätte. Abwechselnd haben Evi, Marianne, Rainer, Norbert und andere Kartoffelliebhaber immer wieder den Gartenschlauch zur Hand genommen und unseren Miniacker gegossen.

Nach knapp 3 Wochen spitzten die ersten Blätter heraus und wuchsen dann rasant zu kleinen Büschen mit grossen grünen Blättern. Aber wo waren die Kartoffeln?

Noch ein wichtiger Ratschlag des Wolkeringer Landwirts, so Mitte bis Ende September vertrocknet das Kartoffelkraut genannte Grünzeug und dann müsst ihr ernten. Das heisst die Kartoffeln, die im Boden gewachsen sind, ausgraben.

Also warten, schauen und giessen bis September. Am 23. September ist es endlich soweit. Das Kraut ist braun, die Erde trocken. Gespannt zupfen wir die vertrockneten Stengel aus und graben vorsichtig mit der Hacke. Und oh Wunder, wir finden tatsächlich Kartoffeln und zwar mehr und grösser wie im Frühjahr eingegraben! Die ganze Ernte wog immerhin 1500 Gramm.

Am 6.10.2012 war dann Kartoffelfest in Steinweg. Im schön dekorierten Hof wurden vom Kartoffelkönig (toll gestaltet aus einem Kartoffelsack) viele Besucher, Angehörige, Freunde und Mitarbeiter der Lebenshilfe an diesem herrlichen Herbsttag begrüsst. Ein Programm von den Steinwegern zusammengestellt, führte durch den Nachmittag.

Hr. Schlagenhaufer las die Geschichte vom Kartoffelkönig. Begleitet durch eine szenische Darstellung des Vorgelesenen. 

Beim Kartoffeldruck mit Hr. Deierler konnte ein Bild mit Kartoffelstempel und Farbe gestaltet werden und mit Kartoffeln wurde der Kartoffelkönig selbst gebastelt.

Zum guten Ende wurden ,wie in der Geschichte vom Kartoffelkönig, auch unsere selbst angebauten Kartoffeln, mit Appetit und Vergnügen in der Kartoffelsuppe genossen.

 

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