Theatergruppe "Kraut und Rüben"

Quelle: Rundschau Regensburg vom 07.04.16zoomQuelle: Rundschau Regensburg vom 07.04.16

Ein Bericht von Eva Walhöfer

Der Mitarbeiter der Wohnstätte Steinweg, Herr Seitz brachte vor knapp zwei Jahren die Idee ein, mit den Bewohnern der Wohnstätte Steinweg eine Theateraufführung zu planen. Die kurzen Sketche, die auf der Weihnachtsfeier von den Bewohnern gezeigt wurden, kamen beim Publikum gut an und machten den Beteiligten einen Riesenspaß. Da könnte man doch versuchen, etwas Größeres auf die Beine zu stellen.

Als Herr Seitz dann präzisierte, dass er sich unter „etwas Größerem“ ein Stück von mindestens einer Stunde Spieldauer und vielleicht auch noch was von Moliere vorstellte, erntete er erst einmal ungläubige Blicke. Wäre denn so etwas mit geistig behinderten Menschen überhaupt zu realisieren? Eine Stunde, so viel Text, schaffen die das; bekommen wir überhaupt genügend Schauspieler zusammen, die Lust haben, so ein Theaterstück zu spielen.


Letzteres zumindest gestaltete sich unproblematisch. Bewohner von Steinweg, auch solche die früher in unserer Wohnstätte lebten und jetzt im Wohnheim Hoher Sand oder im Betreuten Wohnen sind, wurden angesprochen und viele erklärten sich bereit mitzumachen. Was auf die neu gegründete Theatergruppe zukam, konnten sich zu diesem Zeitpunkt weder die Schauspieler, noch die drei zuständigen Betreuer vorstellen. Bald also schon war das Ensemble komplett und die Arbeit konnte beginnen.
Herr Seitz machte sich an eine Adaption von Molieres „Der eingebildete Kranke“. Er hatte, so erklärte er, jeden einzelnen Schauspieler vor Augen, und versuchte dann, Rolle und Text genau auf diese Person abzustimmen, so dass keiner über- oder auch unterfordert wurde. Und der Erfolg gab ihm recht. Er hat es wirklich geschafft, ein witziges Stück, das flott und „leichtfüßig“ daherkommt zu schreiben.


Dementsprechend gestalteten sich auf die Proben. Es wurde viel gelacht und geblödelt. Obwohl allen Beteiligten immer bewusst war, dass das Ziel ja eine möglichst große Aufführung sein sollte, bei der dann alles passen musste: Textsicherheit, das „Schauspielern“, kam der Spaß nie zu kurz. Jeder konnte seine Vorstellungen und Ideen einbringen. Es gab keinen über allem stehenden Regisseur, der das alleinige Sagen hatte. Eine gute, aber auch eine zeitaufwendige Methode. Vielleicht brauchten unsere Schauspieler vielleicht auch ein bisschen länger, um ihren Text zu lernen. Trotzdem waren alle fleißig bei der Sache, übten, lernten auch notwendigerweise in ihrer Freizeit, erschienen pünktlich zu den Proben. Man kann wohl behaupten, dass bei den vielen Proben, die sich das nächste gute Jahr anschlossen, nicht eine dabei war, wo Unlust und Langeweile aufkam.


 

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