Der Gott des Geschnetzelten im Aurelium

30.01.2017

Ein Bericht von Martin Seitz

Der Höhepunkt unseres neuen Stückes fand am 19.01.2017 statt. Wir, die Theaterspieler der Gruppe ‚Kraut und Rüben‘, durften zum Abschluss unserer Vorstellungen in das Aurelium von Lappersdorf. Dieser einzigartige Veranstaltungsraum bot ein wunderbares Ambiente für unser Theaterstück.


Über 150 Zuschauer sahen unser Stück „Der Gott des Geschnetzelten“. Um die Eindrücke dieses tollen Abends besser zu verdeutlichen, interviewten wir ein paar der Akteure…

Kevin L.(24); ist seit 2014 Mitglied der Theatergruppe ‚Kraut und Rüben‘. Alle 14 Tage trifft er sich mit den anderen Schauspielern in der Wohnstätte Steinweg zum Proben. Im aktuellen Stück hatte er eigentlich eine Rolle als Berlinerisch-sprechender Rapper; allerdings musste er kurzfristig auch noch die Hauptrolle des Monsieur Soup-au-lait (Sup-o-lä) übernehmen. Eine Leistung, die gar nicht groß bewertet werden kann.

Kevin: Ein kleines bisschen war ich schon aufgeregt, aber das war ja jeder. Während der Aufführung ging es aber immer besser und das Lampenfieber legte sich schnell. Mir hat die Aufführung sehr gut gefallen; es war sehr spannend mal im Aurelium auftreten zu dürfen. Die Bühne war groß – genau richtig für unser Stück und für unsere Anzahl an Schauspielern. Auch das Publikum war sehr toll, die Reaktionen waren richtig schön. Es hat mich sehr gefreut, daß wir durchwegs nur positive Kritiken bekamen, auch das mein Rap so gut angekommen ist. Meine Autogrammkarten waren gleich in 5 Minuten weg! Der Ansturm war ja riesig; auch mein Fanclub (‚die drei jungs‘) war da und es hat mich sehr gefreut, daß sie unentwegt geklatscht haben.

Auch das Stück an sich war etwas anderes. Mir vor allen Dingen hat gefallen, daß es kein Bauerntheater war; halt einfach mal etwas anderes. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, daß wir auch einmal auf der Bühne tanzen und singen. Ich würde es als Herausforderung sehen, daß wir Tanzen und Theaterspielen gemeinsam verbinden. Und eine Bitte an den Regisseur; vielleicht nicht mehr ganz soviel Text. Und dann können wir vielleicht nächstes Jahr auch mal im Stadttheater spielen!


Michael P.(24); wohnt in der Wohngruppe Lappersdorf und war als Zuschauer im Aurelium

Michael: Mir hat das Stück sehr gut gefallen, es waren richtig viele gute Szenen zum Lachen dabei; alleine wie Kevin sein ‚Ja ich komme mein sacre coeur‘ gesagt und gespielt hat, war der Wahnsinn. Auch Manfred als Pfarrer war eine Wucht – dem nimmt man seinen Pfarrer richtig ab. Die Stimmung im Aurelium war gut; es wäre zwar noch für einige Platz gewesen, aber es war dennoch gut besucht. Das Aurelium aber an sich hat mir sehr gut gefallen. Auch habe ich alles gut akkustisch verstanden, nur die Musik hätte ein bisschen besser klappen können. Ich schaue mir ab und zu die Theaterstücke aus Hohenschambach an und man merkt natürlich einen Unterschied, aber euer Stück war trotzdem der Hammer – eben weil es wieder komplett anders war. Als Zuschauer würde ich mir wünschen, daß ihr genauso weitermacht wie bisher und uns in Zukunft noch mit vielen lustigen Stücken zum Lachen bringt.


Martin Seitz (44); Regisseur und Mit-Initiator der Theatergruppe ‚Kraut und Rüben‘


Martin: Der Auftritt hier im Aurelium war sicherlich der langverdiente Lohn für die ganzen Mühen in die gemeinsam investierten Stunden. Die ganzen Proben - gefüllt mit Lachkrämpfen und Schweisstropfen, fanden in diesem Rahmen einen krönenden Abschluss. Das haben sie sich wirklich verdient.


Mit der Auswahl des Stückes ‚Der Gott des Gemetzels‘ wollten wir ein zeitgenössisches Theaterstück dem Publikum anbieten. Ein Stück, daß sowohl die Schauspieler als auch das Publikum fordert. Uns war klar, daß wir Kritik ernten werden. Aber eben diese Kritik wird uns weiterbringen. Und ich erinnere mich gerne an die darauffolgenden Diskussionen. Mit solchen Diskussionen sind wir auf einer Ebene angekommen, von der wir niemals geträumt hätten sie zu erreichen. Immerhin sind wir ja alles nur Hobby-Schauspieler mit einem begrenzten Budget. Übrigens, der Titel unseres Stückes; „Der Gott des Geschnetzelten“, wurde durch unsere Ansagerin Frau Evi G. in einer ihrer Sternstunden erfunden .


Wir – Frau Auburger, Frau Pokorny und ich - als Leiter der Gruppe, ist es wichtig, jeden, der Theater spielen möchte, zu erreichen. Jeder der Schauspieler hat seinen Platz und jeder dieser Plätze macht uns zu einem einzigartigen Team. Ob es die Rolle eines Vorhang-Darstellers ist, eine pantomimische Arztrolle oder eine Rolle mit ellenlangen Texten – alle sind Teil des Ganzen und keiner fühlt sich zurückgestellt. Dies war, ist und wird immer eines unserer Maxime sein. Neben den ganzen Dankesworten, die jetzt fällig wären um so ein Projekt überhaupt stemmen zu können, möchte ich bloss zwei Personengruppen erwähnen: einmal dieses tolle Publikum, daß uns durch die ganzen Aufführungen begleitet hat (manche sogar 3-4mal!!!) und an unsere Truppe, die wirklich einzigartig ist!

zoom

‚Kraut und Rüben‘ hatte Ihre Feuertaufe am

Zwei Jahre später am

Seit 11.11.2016 führten sie ‚

  • Der Gott des Geschnetzelten‘ auf.

Ab Mitte März beginnen die Proben für ein neues Stück – wir dürfen gespannt sein.

 

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