Wohnstätte Hemau

Presseberichte

Lebenshilfewohnheim in Hemau: „Das wird etwas exemplarisch Gutes“

Juni 2012


H e m a u (hh). Auf dem ehemaligen Grundstück des Kinderheims in der Regensburger Straße, dass ehemals das erste Hemauer Krankenhaus beherbergte, wird die Lebenshilfe Regensburg ein Musterwohnheim für Behinderte errichten. Rund 1000 qm des knapp 3000 qm großen Grundstückes werden überbaut werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2013 ist mit dem Baubeginn zu rechnen. Für vier Millionen Euro werden drei Wohngruppen für zusammen 24 Behinderte errichtet.

Bild Hartmut Zeckai, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, und sein Geschäftsführer Dieter Janack studieren die Pläne für das neue Wohnheim der Lebenshilfe, das in Hemau in der Regensburger Straße errichtet werden soll. Aufn.: Heiner HagenBild Hartmut Zeckai, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, und sein Geschäftsführer Dieter Janack studieren die Pläne für das neue Wohnheim der Lebenshilfe, das in Hemau in der Regensburger Straße errichtet werden soll. Aufn.: Heiner Hagen

„Wir waren bisher im westlichen Landkreis nicht vertreten und wollten unsere Einrichtungen nicht alle im Großraum Regensburg konzentrieren. Und als Bürgermeister Hans Pollinger auf uns zukam und uns das Grundstück anbot, fanden wir daran großes Interesse“, sagt Hartmut Zeckai, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Regensburg, der in Hohenschambach lebt.


Anfangs kleiner konzipiert wurde die neue Hemauer Einrichtung im Laufe der Planungen immer größer. Das liegt daran, dass sie jetzt den Charakter einer zukunftsorientierten Musterwohnanlage hat oder wie Zeckai formuliert: „Das wird etwas exemplarisch Gutes.“ Eine der drei Wohngruppen wird dabei so gestaltet, dass sie Behinderte mit einem besonderen Betreuungsaufwand Heimat bieten kann. Dabei denkt man hier vor allem daran, dass dort zukünftig auch behinderte Senioren untergebracht werden können. „Statt 14 qm haben deshalb die Zimmer 16 qm und alles ist natürlich rollstuhlgerecht ausgelegt“, informiert Dieter Janack, Geschäftsführer der Lebenshilfe Regensburg. Die Lebenshilfe hat schon gute Erfahrungen mit Seniorenwohngruppen in ihrem Haus in Gebelkofen gesammelt.. Eine weitere Wohngruppe, in der es auch ein Partnerappartment gibt, ist für Behinderte gedacht, die weitgehend selbstständig leben können. „Diese Wohngruppe hat deshalb auch einen eigenen Eingang“, informiert Janack. Behinderte aus dieser Wohngruppe können später eventuell sogar in ambulante Wohnformen wechseln. Nur eine der drei Wohngruppen ist für Behinderte mit durchschnittlichem Pflegebedarf konzipiert. Dabei wurde das Gesamtkonzept in enger Zusammenarbeit mit der Regierung der Oberpfalz erarbeitet. Regierung und der Bezirk Oberpfalz werden auch 78 Prozent der Baukosten tragen. Dennoch, 22 Prozent der Baukosten von rund vier Millionen Euro muss die Lebenshilfe aufbringen. Die „Aktion Mensch“ und weitere Spenden aus der Bevölkerung sollen dabei für die Finanzierung sorgen.


Arbeiten werden die Behinderten in den Einrichtungen der Lebenshilfe im Großraum Regensburg, etwa in Lappersdorf. Dabei vergisst Zeckai nicht zu erwähnen, dass die Lebenshilfe im Landkreis Regensburg nach Krones mit gut 850 Beschäftigten der zweitgrößte Arbeitgeber ist (Arbeitsplätze der Behinderten und des Betreuungspersonals zusammengerechnet). Dabei werden auch Arbeitsplätze in Hemau für Erzieher, Heilerzieher, Altenpfleger und Sozialpädagogen geschaffen. Das sind bei einem Betreuungsschlüssel von rund 1:3 etwa acht Arbeitsplätze.


Der zweigeschossige, lang gestreckte Bau wird zur Regensburger Straße hin im Erdgeschoss vor allem Gemeinschaftsräume, Verwaltung und die Logistik aufnehmen. Im hinteren Bereich ist dann eine Wohngruppe untergebracht. Im ersten Stock befinden sich die zwei weiteren Wohngruppen. Geachtet wird bei der Planung auch auf eine schöne Gestaltung der Freiflächen, wobei hier auch eine große Terrasse errichtet wird.


Auch Blindeninstitut kommt nach Hemau
Das Wohnheim der Lebenshilfe wird nicht die einzige Behinderteneinrichtung sein, die nach Hemau kommt. Auch das Regensburger Blindeninstitut wird eine Dependance in Hemau eröffnen. Dafür werden die Räumlichkeiten genutzt werden, die bis Ende des Jahres das Kreiskrankenhaus Hemau beherbergt haben. 18 Wohnplätze für blinde Erwachsene werden dort eingerichtet, weitere 18 Behinderte werden tagsüber hier zusätzlich einer Arbeit nachgehen und betreut. 30 Arbeitsplätze im Betreuungsbereich werden so in Hemau geschaffen werden, berichtete der Bürgermeister.


Altes Krankenhaus weicht Wohnheim der Lebenshilfe

17. Oktober 2012


H e m a u (hh). Die Tage des alten Krankenhauses an der Regensburger Straße sind gezählt: Die Vorarbeiten für den Abbruch haben letzte Woche begonnen. Das alte Krankenhaus muss Platz machen für das neue, behindertengerechte Wohnheim, das die Lebenshilfe Regensburg hier errichten will. Die Abrissarbeiten werden sich noch zwei bis drei Wochen hinziehen. Wenn dann die Witterung noch passt, soll sogar noch heuer das Fundament für das Musterwohnheim gebaut werden.

Das alte Krankenhaus weicht dem Neubau eines Wohnheimes der Lebenshilfe. Aufn.: Heiner HagenDas alte Krankenhaus weicht dem Neubau eines Wohnheimes der Lebenshilfe. Aufn.: Heiner Hagen

Bäume und Sträucher sind vor dem Gebäude schon entfernt, Fensterscheiben fehlen. Nur das Wandbild des verstorbenen Hemauer Kunstmalers Walter Hagen leuchtet noch von der grünen Fassade. Aber nicht mehr lange. Es wird, wie das ganze Gebäude, der „Spitzhacke“ zum Opfer fallen. Was hier verschwindet, ist in seinen Ursprüngen das erste Hemauer Krankenhaus, das auf Initiative des Landrichters Josef Eder in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts errichtet worden war.


Zunächst eher Armenhaus


Eingeweiht wurde der Krankenhausbau 1824. Anfangs war er eher Armenhaus, erst in den 1840er Jahren wurden hier Kranke untergebracht. Zumeist kranke Mägde, Knechte, Dienstboten und Arbeiter, die sich sonst keine medizinische Versorgung leisten konnten. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde aus der Einrichtung eine „distriktive Krankenanstalt“, später firmierte es unter Bezirkskrankenhaus, dann unter Kreiskrankenhaus. In den 1930er Jahren wurde in einem Anbau ein Operationssaal untergebracht. 1956, mit der Einweihung des neuen Krankenhauses am Schönberg, endete diese Ära. Das Gebäude ging an das Kinderheim über, wurde stetig umgebaut und um Gebäudeteile ergänzt, die heute den Nardini-Kindergarten beherbergen. Zuletzt stand der Trakt mit einer Nutzfläche von rund 750 qm leer, war nur noch Heimstatt von Bands wie „Laurentine“, die hier ihre Hardcore-Rockstücke übten, bis es dann an die Lebenshilfe verkauft wurde.


Die Regensburger Lebenshilfe, die vorher im westlichen Landkreis nicht vertreten war, will hier nun auf dem 3.000 qm großen Grundstück ein Musterwohnheim mit drei Wohngruppen für insgesamt 24 Behinderte errichten. Regierung und der Bezirk Oberpfalz werden 78 Prozent der Baukosten (vier Millionen Euro) tragen. Was die Abrissarbeiten kompliziert macht, ist die Tatsache, dass der Nardini-Kindergarten über den alten Krankenhaustrakt mit Gas, Wasser und Strom versorgt wird. „Die Umlegung und die Neuanschlüsse sind eine gewisse Herausforderung“, erläutert Architekt Konrad Schweiger. Sein Architekturbüro ist seit 40 Jahren für die Lebenshilfe Regensburg tätig. Das Büro hat aber auch schon das Autohaus Pollinger geplant und das neue Bürogebäude des Holzwerkes Hemau in Neukirchen.


Nun arbeitet der Baggerbetrieb Christian Dauerer aus Roding gerade daran, das Gebäude wieder in Rohbauzustand zu bringen, damit es dann von einem Bagger umgerissen werden kann. „Es muss alles sauber getrennt werden, von den Wertstoffen bis zum Sonder- und Restmüll“, erläutert Architekt Schweiger.


25. Oktober 2012

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 25.10.12zoomQuelle: Mittelbayerische Zeitung vom 25.10.12

09. November 2012

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 09.11.12zoomQuelle: Mittelbayerische Zeitung vom 09.11.12

19. April 2013

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 19.04.13zoomQuelle: Mittelbayerische Zeitung vom 19.04.13

20. April 2013

Quelle: Donaupost vom 20.04.13zoomQuelle: Donaupost vom 20.04.13

13. September 2013

Quelle: Tangrintler Nachrichten vom 13.09.13zoomQuelle: Tangrintler Nachrichten vom 13.09.13

14. September 2013

Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 14.09.13
Quelle: Mittelbayerische Zeitung vom 14.09.2013zoomQuelle: Mittelbayerische Zeitung vom 14.09.2013

17. November 2014

Quelle: Bürgerzeit vom 17.11.14zoomQuelle: Bürgerzeit vom 17.11.14

06. Februar 2015

Quelle: Tangrintler Nachrichten vom 06.02.15zoom

25. April 2015

zoom

zoom

 

Regensburger Wohnstätten
Gemeinnützige GmbH

der Lebenshilfe Regensburg e.V.


93083 Gebelkofen

Wolkeringer Straße 3


Tel.: (09453) 99 89 5-100

FAX: (09453) 99 89 5-199

Schicken Sie uns eine E-Mail

 
 

Ankündigungen

    Derzeit keine Veranstaltungen

     
     

    Letzte Meldung / Aktuelles

     
     
     
     
     
     

    © 2011 Lebenshilfe Regensburg - Michael-Bauer-Straße 16, 93138 Lappersdorf - E-Mail: info@lebenshilfe-regensburg.de